Sabrinas Praktikum bei eberle & wollweber

Am besten fange ich ganz chronologisch an: Schon am ersten Tag meiner (zugegebenermaßen heiß ersehnten) Osterferien klingelte mein Wecker früher als an Schultagen. Warum? Es war der erste Tag meines Praktikums bei eberle & wollweber.

Ich gebe zu, auch wenn ich mich sehr auf das Praktikum gefreut hatte, als ich so in meinem warmen, weichen Bett lag und der Wecker mich vorwurfsvoll anpiepste, fragte ich mich kurz, warum ich das überhaupt mache. Die Osterferien sind ja schließlich zum Entspannen und nicht zum Arbeiten.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich wirklich froh bin, dass ich diese Chance auf das Praktikum bekommen und wahrgenommen habe; Osterferien hin oder her.

Am ersten Tag hieß es einlesen – was jetzt wahrscheinlich langweiliger klingt als es war. Es war wirklich interessant zu sehen wie man Werbung aufzieht, wer alles dahinter steckt und wie viel Arbeit und Zeit in Dinge wie Anzeigen, Flyer und Logos investiert werden muss.

Diese Eindrücke wurden in den folgenden Tagen nur noch verstärkt. Ich bekam die Chance, selbst Werbemaßnahmen für eine (fiktive) Firma zu erstellen und trotz intensiver Arbeit in den letzten 8 Tagen habe ich es gerade einmal geschafft das grobe Konzept aufzustellen.
Doch dieses Praktikum hat mir nicht nur die Erkenntnis gebracht, dass Werbung mehr Arbeit macht als vermutet, sondern auch, dass es mehr Spaß bringt als erwartet.
Es macht Freude zu sehen wie das Konzept, das als wirres Knäul im Kopf angefangen hat, ein bisschen weniger wirr wird und ganz langsam Form annimmt. Außerdem konnte man mal so richtig kreativ sein und alles ausprobieren, was einem in den Sinn kam.

Das war allerdings, zumindest teilweise, ein Problem, denn es war schwer auf Knopfdruck kreativ zu sein. Ich habe Ewigkeiten vor dem Rechner gesessen und verzweifelt versucht irgendeine Idee für ein Logo oder einen Claim zu bekommen. Vergebens. Und dann plötzlich kam er: der Gedankenblitz!
Und ab da an hat es sehr gut funktioniert. Natürlich haben mir noch immer an manchen Stellen die Ideen gefehlt, aber nachdem der kreative Gedankenblitz endlich bei mir eingeschlagen hatte, hatte ich immer einen roten Faden an dem ich mich entlang hangeln konnte und dann kamen die Ideen wieder wie von alleine.

Obwohl das Praktikum so viel Spaß gemacht hat, war es sehr anstrengend. Wenn ich nach Hause kam, war ich in den seltensten Fällen noch zu etwas zu gebrauchen. Trotzdem war es eine sehr angenehme Abwechslung zum altbekannten Schulleben, da man nicht nur zuhören und seine Frist absitzen musste, sondern sich einbringen und mitmischen konnte. Eine der interessantesten Erfahrungen die ich gemacht habe war, als ich bei einem „echten“ Konzeptentwurf dabei sein und mithelfen durfte. Zu sehen wie so Etwas aufgebaut wird und dass auch die Profis manchmal Probleme mit der Ideenfindung haben, war eine tolle Erfahrung, die ich auf jeden Fall mitnehmen werde.

Bis auf meine Aufgabe und den Konzeptentwurf, dem ich beiwohnen durfte (die beide schon gut meine Zeit gefüllt hatten), hatte ich auch die Aufgabe bekommen für das „echte“ Konzept zu recherchieren. Auch das klingt jetzt vielleicht nicht so interessant, aber auch dadurch habe ich noch einen anderen Blickwinkel auf die Werbung erhalten. Ich habe herausgefunden wie viel Vorbereitung es für ein kleine Idee bedarf, wie unglaublich viele Magazine und andere Angebote es für Marketing gibt und natürlich, dass durchaus lustige Blogs über die Wanderwege Deutschlands existieren.

Diese verschiedenen Aufgaben haben mir einen sehr guten Überblick gegeben, wie die Arbeit in einer Agentur aussieht: Anstrengend, aber auch sehr interessant und lustig.

Deswegen möchte ich gerne noch 2 Sätze zu meinen „Kollegen“ sagen, die mit Sicherheit einen großen Einfluss darauf hatten, dass mir das Praktikum so viel Spaß gemacht hat.
Alle waren super nett und offen, sodass ich mich sofort wohlgefühlt habe. Jede meiner Fragen wurde geduldig beantwortet und auch außerhalb der Arbeitszeit war es schön mit ihnen Zeit zu verbringen.

Letztendlich bleibt eigentlich nur ein Fazit: Ich bin froh, dass ich dieses Praktikum gemacht habe (trotz Osterferien ^.^) und bereue lediglich, dass ich nicht noch länger bleiben konnte.

Und natürlich vielen, vielen Dank für die schöne Zeit.