Der Standort als Status – auch für die Region "Nördliches Rheinland-Pfalz"

Was nützt es, dass das Rheintal von Rüdesheim bis Koblenz zu den schönsten Gegenden der Welt zählt? Zahlreiche touristische Highlights zu bieten hat, wie Prädikatswanderwege, Burgen oder historische Stadt und -Ortskerne? Und das ja nicht nur für Touristen.

Seit Generationen bietet die Region in hohem Maße Lebensqualität. Ist das alles zu bieder geworden? Zu unwichtig für Unternehmen, die ihren Standort in dieser Region haben oder planen? Ja, die Region. Sie tut sich schwer, schon in der Namensfindung. Mittelrhein, nördliches Rheinland-Pfalz, Region Koblenz – nichts passt so richtig. Auch sonst beobachtet man häufiger Kirchturmdenken, trotz großer gemeinsamer Herausforderungen. Insbesondere im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel wird viel diskutiert. Nicht selten mit ähnlichen Ressentiments gegenüber der eigenen „Wiese“.

Die Koblenzer Hochschulen arbeiten schon seit geraumer Zeit erfolgreich mit einem guten Netzwerk in Bildung und Wirtschaft an einer Veränderung solcher Einschätzungen, um Unternehmensgründungen am Standort zu fördern. Ab sofort gemeinsam mit eberle & wollweber COMMUNICATIONS.

Im sogenannten „War-for-Talents“ werden sich Arbeitgeber immer mehr anstrengen müssen, um talentierte Mitarbeiter zu gewinnen. Mittelständische Unternehmen sind hier aktuell im Nachteil. Das liegt u.a. daran, dass sich Arbeitssuchende häufig erst mal bei großen, bekannten Arbeitgebern wie bspw. DAX-Unternehmen bewerben. Diese verfügen über eine so genannte „Arbeitgeber-Marke“ und damit den Ruf, ein guter Arbeitgeber zu sein. Wie attraktiv auch mittelständische Arbeitgeber sein können, ist in der Regel nicht bekannt, da diese selten die Möglichkeit nutzen ihre Arbeitnehmerzahl zu erhöhen, indem sie mit ihrem Standort – also beispielsweise dem Freizeitwert ihrer Region werben. Das ist schade, können doch die Vorteile, in einer attraktiven Region zu arbeiten und zu leben, durch Einbindung in ein Recruiting-Konzept geschickt genutzt werden. Standort als Status
Universität Koblenz-Landau, Hochschule Koblenz und e&w arbeiten zusammen am Selbstwertgefühl der Region.

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Prof. Dr. Martin Kaschny
HOCHSCHULE KOBLENZ,
Mittelstandsmanagement
und Entrepreneurship

Treten wir gedanklich doch mal auf die andere Seite des Zauns und betrachten unsere Region aus diesem Blickwinkel. Man sieht nicht nur eine bedeutende Kulturregion, reich an Geschichte und Wiege unseres Grundgesetzes, sondern auch den Wissenschaftsstandort mit einzigartigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Stolz kann man beispielsweise darauf sein, dass eine Persönlichkeit wie August Horch aus unserer Region stammt oder dass hier von Beamten der Verein der Debeka gegründet wurde. Überraschend viele „Hidden Champions“ nimmt man wahr, die sich trotz ihrer Möglichkeiten sehr bewusst für diese Region entschieden haben und weiterhin entscheiden.

Diese Unternehmen bieten hervorragende Perspektiven für Beschäftigte, ebenso wie die Region Attraktives vorhält für junge Unternehmensgründer und Startups. Auch hier gibt es mittlerweile eine ganze Reihe namhafter Beispiele. Die ISB finanziert hier aktuell mehr Neugründungen als in der Landeshauptstadt Mainz. Und das alles passiert in einer logistisch günstigen Lage, was nicht nur ein Branchenprimus wie Amazon erkannt hat.

Bei eberle & wollweber COMMUNICATIONS sind wir überzeugt: Unser Work-Life-Sektor kann und soll deutlich selbstbewusster auftreten. Und zwar auf beiden Seiten des Zauns.