Lights, Camera, Action – Was Videomarketing für den Unternehmenserfolg bedeutet

Imagefilme und Bewegtbild-Produktionen gehören zum Standardrepertoire jedes Unternehmensauftritts. Und sind damit auch bei Agenturen ein alter Hut. Neu ist jedoch, was Videos als Medien mit Botschaft leisten können.*

Denn Videos sind zum größten Content-Träger der Onlinewelt avanciert – mit Conversion Rates, von denen Bilder oder simple Links nur träumen können.

Videomarketing birgt damit eines der größten Potentiale für eine gezielte und vor allem erfolgreiche Markenpositionierung. Also, Filmchen gedreht und ab damit in‘s Netz?

Wäre es so einfach, würden wir uns diesen Leitfaden sparen.

Heul doch! Videomarketing transportiert Emotionen

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Im Jahre 2017 leben rund 7, 5 Milliarden Menschen auf der Welt. Facebook verzeichnete 2016 etwa 8,2 Milliarden Videos. Pro Tag.

Ein handelsüblicher Digital Native verbringt etwa 3,5 Stunden täglich damit, sich Online-Videos anzuschauen – vom News-Beitrag bis zu Cat Content.

In den diversen Social Media-Kanälen verzeichnen Videos etwa 1.200% mehr Shares als Texte, Bilder und Links zusammen.

Websites mit Videos generieren rund 157% mehr Traffic als Seiten ohne Video. Und dies wird im E-Commerce mit etwa 80% mehr Conversion Rates zu barer Münze gemacht.

Warum? Nicht etwa, weil der durchschnittliche Onlinenutzer die Aufmerksamkeitsspanne eines Marmeladenglases hat und nur zu faul ist, sich Texte durchzulesen oder Bilder zu dechiffrieren.

Sondern weil Bewegtbild in Zeiten der Digitalisierung eines der wenigen Medien ist, in dem man noch emotional und vor allem individuell kommunizieren kann.

Mit Bewegtbild aus dem Einheitsbrei

Webseiten funktionieren heute alle nach einem ähnlichen Prinzip. Sie folgen einer User Experience, die sich am erlernten Konsens orientiert: schnell zum Punkt, einfach zur Information, möglichst nach Baukasten-Prinzip X, das keine Verwirrung oder Frust aufkommen lässt.

Die Schattenseite dieser Standardisierung: Ein User findet sich auf einer Unternehmensseite zwar schnell zurecht, hat aber genauso schnell wieder vergessen, auf wessen Seite er sich gerade befindet. Das Markenerlebnis wird durchscheinender, emotionale Anker und Berührungspunkte werden der User Experience untergeordnet.

Bewegtbild schafft diese emotionalen Anker, die für die Markenbildung unerlässlich sind. Es verführt den Nutzer zum Einhalten, zur Konzentration auf einen Inhalt und damit die Markenbotschaft – ohne etwas an der User Experience komplizierter zu machen.

Im Grunde ist ein Video die gut gestaltete Broschüre des 21. Jahrhunderts: Was ihm an Haptik fehlt, macht es durch spannende, ergreifende und einzigartige Inhalte wett, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und diese binden.

Irgendein Filmchen oder erfolgreicher Content – der feine Unterschied

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In den USA ist Videomarketing nichts, was man einem Marketer noch erklären müsste. Hier nutzen etwa 87% das Online-Video bereits als wichtiges Instrument. Pricewaterhouse Coopers geht davon aus, dass spätestens 2019 Online-Werbung zum größten Werbesegment avanciert sein wird – und -Videomarketing wird daran den Löwenanteil ausmachen.

Wer diese rosigen Aussichten für sich nutzen will, muss jedoch den Unterschied zwischen einem simplen Filmchen und Video-Content, der wirklich relevant ist, verstehen.

Und dazu muss man nur einen Blick auf die Klicks verschiedener Kanäle bei YouTube werfen:

  • Klassische Fernsehsendungen versuchen, mit YouTube-Clips zu Daily Soaps und Co. das Internetpublikum zu erreichen. Diese Trailerfilmchen funktionieren eher schlecht – schließlich gibt’s die ganze Sendung im Fernsehen oder einer Mediathek.
  • Viele Media-Agenturen wollen Aufmerksamkeit für Marken oder Unternehmen mit teuer produzierten Clips generieren, bei denen eine an den Haaren herbeigezogene Story mit Haudrauf auf die Markenbotschaft gepresst wird. Das sieht ganz gut aus. Nur guckt es keiner.
  • Und dann gibt es Content-Creators, die nichts anderes tun, als Videos zu ihren Hobbys oder Interessieren zu drehen – zunächst aus reinem Spaß an der Freude, später auch in Zusammenarbeit mit großen Unternehmen. Ob das Thema nun Make-up oder wie etwa bei Casey Neistat Sport und Extremsport ist, die Erfolgsgeschichte liest sich immer ähnlich: Mit ehrlichen, spannenden und informativen Clips, in denen es um die Sache und den Nutzen für den Zuschauer geht, haben sie sich eine treue Fangemeinde aufgebaut und können diese Follower-Macht sowie ihre Glaubwürdigkeit bei der Zielgruppe nutzen, um Unternehmen für sich zu interessieren.

Diese Unternehmen setzen auf die besondere Sprache und den Blickwinkel der Filmemacher, wollen ehrlich und ebenso authentisch wie der Influencer wahrgenommen werden – und setzen sich damit auch der Eigendynamik aus, die ein solcher Ansatz entwickeln kann. Denn Casey Neistat hatte keine Lust, einen Werbefilm für Nike zu drehen. Stattdessen hat er das Geld bei einer Weltreise verprasst – und dabei gefilmt was er wollte. Das hätte in die Hose gehen können, doch profitierte Nike letztendlich weitaus mehr von der Aufmerksamkeit, die Neistat auf seine Weise generiert hat – und zwar vor allem für sich selbst.

  • Irgendwo zwischen Influencer und Media-Agenturen befinden sich Kreative, die einen YouTube-Clip nach einer provokanten, witzigen oder schlicht durchdachten Idee produzieren und die Story in eine abgestimmte Marketingkampagne einbetten, die weder zu weit von der Marke, noch zu weit vom Publikum weg ist – also glaubwürdig. Doch wie funktioniert das?

Das Drehbuch fürs Videomarketing finden – Es lohnt sich!

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Das Schöne und gleichzeitig Schwierige am Videomarketing ist die Tatsache, dass Sie Ihre Kunden jederzeit und überall erreichen – auf dem Smartphone, am Rechner, am Wochenende, um drei Uhr nachts.

Das wissen auch die Kunden und suchen sich unbewusst sehr genau aus, welches Video sie im Überangebot anklicken – und welches nicht.

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Ihr Drehbuch fürs Videomarketing muss die klassische AIDA-Formel der Werbung also für dieses spezielle Medium übersetzen – und um eine wichtige Social Media-Komponente erweitern:

  • Awareness: Warum sollte ich bei dir klicken?
  • Interest: Warum sollte ich dich als Anbieter wählen?
  • Desire: Zeige mir, warum ich dein Produkt kaufen soll.
  • Action: Zeige mir, wie ich den größten Nutzen aus dem Produkt ziehen kann.
  • Satisfaction: Gib mir die Möglichkeit, meinen positiven Erfahrungen mit deinem Angebot zu teilen.

Dabei ist es völlig gleichgültig, ob es sich bei Ihrem „Angebot“ um ein konkretes Produkt oder eine Imagekampagne handelt.

Mit Videomarketing erklären Sie Beweggründe, Vorteile und die Aspekte der AIDA(S)-Formel in einem kompakten, ansprechenden und fesselnden Paket, das alle nötigen Informationen rund um ihr Angebot beinhaltet und ein Vielfaches der Investitionssumme zurückbringt.

Oder genauer:

  • Awareness: Rund 95 % aller Facebook-User eines Videos erinnern sich noch eine Woche später an dessen Inhalt
  • Interest: Ein Erklärvideo auf einer Landingpage erhöht die Verweildauer des Users auf der Unternehmensseite um 88%, was mehr Traffic generiert und somit das Google Ranking der Seite erhöht.
  • Desire: Eine Shop-Seite mit einem Produktvideo, das die Neuerungen und Funktionen des angebotenen Produkts erklärt, generiert 49% mehr Umsatz für das Produkt und wir von 4 von 5 Kunden als hilfreich eingestuft.
  • Action: 69% aller Kunden nutzen Unternehmens-Videos zu einem bestimmten Angebot zur Recherche. Und etwa 1/3 kaufen ein bestimmtes Produkt nur wegen dieses gelungenen Videos.
  • Satisfaction: Jeder zufriedene Kunde, der seine Zufriedenheit mit Ihrem Angebot auf seinen Social Media-Kanälen teilt, ist ein kostenloser Markenbotschafter und Influencer en miniature (oder auch en gros).

Der Knackpunkt dabei ist jedoch, dass hinter diesen beeindruckenden Zahlen ein durchdachtes Konzept stehen muss.

Denn sonst ergeht es Ihrem Video wie den Trailer-Filmchen der Fernsehsender oder den teuren Media-Clips. Keiner guckt sie.

Video killed the radio star – Mal wieder …

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Dass Videomarketing funktioniert, steht außer Frage. Dass ein durchdachtes Videomarketing Ihren Unternehmenserfolg steigert, auch. Warum und wie es funktioniert, lässt sich auf mehreren Ebenen erklären.

Ebene 1: Markenbildung

Wenn Sie die technischen Möglichkeiten von Social Media und Co. nutzen, können Sie Ihre Markenbotschaft in komplett individualisierten Videos bei Ihrer Zielgruppe platzieren – und von den Vorteilen des Sharings profitieren.

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Die Sparkasse hat es im vergangenen Jahr mit ihrer „Der Botschafter“-Kampagne zur Konto-App Kwitt vorgemacht.

Ebene 2: Markenbindung

Mit informativen und sinnvollen How to-Videos, die persönlich und authentisch gestaltet sind (ohne zwangsläufig auf Krawall zu setzen), schaffen Sie Verständnis für erklärungsbedürftige Produkte und Services und erhöhen so die Markenbindung auch bei der Einführung bisher unbekannter Angebote.

markenbindung

Das Geheimnis liegt hier mitunter auch in der Regelmäßigkeit dieser Videos. Denn die Serialisierung selbst ist wiederum die beste Grundlage, um die Zielgruppe an Ihr Unternehmen zu binden.

Ebene 3: Markenerfolg

Es gibt vielleicht ein Muster, aber keinen Standard, wie Sie Videomarketing für Ihren Markenerfolg nutzen.

Das fängt bei technischen Fragen wir dem Vorschaubild für das Facebook-Video oder der Filmlänge auf unterschiedlichen Plattformen an.

Das geht über die gestalterische Frage, ob ein Schauspieler oder ein Mitarbeiter vor der Kamera stehen soll.

Das reicht bis zur Einbettung ins Marketingkonzept und zu Budgetüberlegungen.

Das eberle & wollweber Demo-Reel

Wir beantworten diese Fragen gerne für Sie.

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