Wahrhaftigkeit: Phrase oder Phase?

Wahrhaftigkeit – ein gewaltiges Wort, klingt betagt und ist doch so trendy. Denn liest man die Definitionen, dann beschäftigt sich die Wahrhaftigkeit überwiegend mit dem „Ich“. Und das liegt doch heute jedem am eigenen Herzen.

Er kommt recht schwülstig daher, der Begriff der Wahrhaftigkeit und gehört zu dem Wortschatz, den man zumindest im Wirtschaftsdeutsch eher seltener verwendet … bisher. Denn seine beiden Freunde, die sozusagen als Türöffner für ihn gearbeitet haben sind uns sehr geläufig: „ganzheitlich“ und „nachhaltig“. Auch an die beiden musste man sich erst gewöhnen – vor allem im unternehmerischen Zusammenhang.

Moralschwanger – aber auch glaubhaft?

Aber sie hatten ihren Platz schnell gefunden. Keine Firmenphilosophie, kein Mission Statement, kein Umweltbericht ohne die beiden, spätestens in Zeile zwei. Dort konnte man sie lesen – aber konnte man sie auch fühlen? Wurden die Bekenntnisse der Unternehmen in den Broschüren wirklich gelebt und erlebt? Häufig nicht und genau da entstand der Nährboden für „Wahrhaftigkeit“. Wenn Unternehmen vollmundig solche moralschwangeren Worte für sich und ihr Handeln in Anspruch nehmen, sollten sie diese auch überzeugend und glaubhaft ausfüllen.

Klare Haltung für mündige Kunden

Der Kunde 2016 ist informiert, interessiert und erwartet Kommunikation auf Augenhöhe. Also kein Vortäuschen falscher Tatsachen, keine Mogelpackung, sondern authentische Aussagen und klare Haltung. All das findet man in dem Begriff der Wahrhaftigkeit wieder. Es ist ein Statement und sollte von Unternehmen ernst genommen werden. Auch aus der Perspektive der Arbeitgebermarke kann die eigene aufrichtige Haltung den entscheidenden Wettbewerbsvorteil ausmachen. Wahrhaftigkeit sickert in fast alle Bereiche. Von der Art wie wir uns ernähren bis hin zu der Suche nach Hilfsprojekten, die wir unterstützen möchten.

Also kein Zufall, dass wir einige aktuelle Projekte genau in diesem Bereich für unsere Kunden umsetzen konnten.