Die Tiger-Women fahren die Krallen aus

Lebensstile und Trends als Zukunftsbarometer

Gesellschaften sind wandlungsfähig und verändern sich heute schneller als je zuvor. Ausgangspunkt vieler dieser Veränderungsprozesse sind Individuen und die von ihnen bevorzugten Lebensformen. Wer wissen möchte, wohin die Reise geht, tut gut daran, gesellschaftliche Phänomene genau zu beobachten. So, wie ein Seismograf kleinste Erdbewegungen signalisiert, geben neue Lebensarten Hinweise darauf, in welche Richtung sich eine Gesellschaft in den folgenden Jahren verändern wird.

Lebensstile, die heute nur vereinzelt oder von kleinen Gruppen Gleichgesinnter praktiziert werden, können schon morgen viele Menschen begeistern. Sie folgen Trends. Gesellschaftliche Trends wiederum sind eindeutige Indizien dafür, wohin wir uns als Gemeinschaft künftig entwickeln werden.

Das Selbstverständnis der Frauen hat sich in den letzten Jahrzehnten besonders stark verändert. Vom Rollenmodell der Hausfrau und Mutter bis hin zur Karrierefrau, die Beruf und Familie unter einen Hut bringt. Noch in den 1950er Jahren mussten Frauen in Deutschland ihren Ehemann um Erlaubnis fragen, wenn sie arbeiten gehen wollten. Undenkbar für junge Frauen heute. Ein von ihnen gewählter Lebensstil illustriert das sehr anschaulich.

Unabhängig, stark und zupackend – die Tiger-Woman

Anmutig und kraftvoll bewegen sich Tigerinnen in der freien Wildbahn auf der Suche nach Nahrung tagtäglich viele Kilometer. Sie jagen selbständig und verteidigen ihr Revier offensiv gegen Eindringlinge. Angriffslustig fauchend schlagen sie selbst im Anschluss an den Paarungsakt mit ihren Pranken nach dem Männchen. Gleichzeitig sind sie gute Mütter, die ihre Jungen bis zu drei Jahren um sich haben und beschützen.

Tiger-Woman in der menschlichen Gesellschaft sind ebenso selbständig wie ihre tierischen Namensgeber. Berufstätig und finanziell unabhängig stehen sie mitten im Leben. Weil Tiger-Woman genau wissen, was sie wollen, verfolgen sie konsequent ihre Ziele. Allerdings nicht auf Kosten anderer. Zwar schrecken sie im Ernstfall nicht davor zurück, ihre Krallen zu zeigen. Doch es geht ihnen nicht darum, sich als einsame Kämpferin zu behaupten. Eine Tiger-Woman will beides: Karriere und Familie. Aus ihrer Sicht ist das in einer gleichberechtigten Partnerschaft ohne Weiteres vereinbar. Mit diesem Lebensentwurf kreieren Tiger-Woman zugleich ein neues Rollenbild: selbstbewusste, auf Erfolg orientierte Powerfrauen, für die ihr Beruf einen extrem hohen Stellenwert hat, die sich jedoch gleichzeitig eine Familie und eine funktionierende Partnerschaft wünschen. Für mehr als 80 Prozent von ihnen gehören dazu auch Kinder.

Motivation und Wertesystem der Tiger-Woman

Ergebnisse einer Studie, die das Zukunftsinstitut 2013 veröffentlichte, geben genauer darüber Auskunft, wie die Tiger-Woman „tickt“.

Tiger-Woman sind zielorientiert, streben nach Erfolg und gesellschaftlicher Anerkennung. Signifikant höhere Zustimmungswerte als in der Gesamtgruppe der 30- bis 45-jährigen Frauen finden sich in der Gruppe der Tiger-Woman allerdings auch für Individualität, Selbstverwirklichung und ein hohes Bildungsniveau.

Da ihnen klar ist, dass einem nichts in den Schoß fällt, legen Tiger-Woman beim Umsetzen ihrer Ziele Ehrgeiz und große Leistungsbereitschaft an den Tag. Jedoch nicht um den Preis, sich selbst aufzugeben. Ebenso wenig wollen Tiger-Woman auf Familie, kulturelles Leben und einen großen Freundeskreis verzichten. Ihnen geht es niemals um den Egotrip, sondern vielmehr darum, ihre individuellen Stärken in größere Zusammenhänge zu integrieren.

Ihre Suche nach Gemeinsamkeiten mit anderen spiegelt sich beispielsweise in der Art, wie sie Netzwerke in ihrer unmittelbaren Umgebung aufbauen und nutzen (Small-World-Networking). Die Studie fand außerdem heraus, dass mehr als die Hälfte (57 Prozent) aller Tiger-Woman die Welt zum Besseren verändern will und für 78 Prozent von ihnen soziales Engagement wichtig ist. Beides eindeutige Hinweise auf ihr ausgeprägtes soziales Verantwortungsgefühl.

Weitere Facetten des neuen Rollenmodells

Alle Tiger-Woman investieren viel Energie in ihre berufliche Laufbahn mit dem Ziel, Führungsverantwortung zu übernehmen. Daher verwundert es nicht, dass Tiger-Woman häufig in leitenden Positionen oder in den Führungsetagen großer Unternehmen zu finden sind.

Mehr als zehn von hundert Tiger-Woman führen lieber ihr eigenes Unternehmen. Verglichen mit der Gruppe 30- bis 45-jähriger Frauen insgesamt, ist der Anteil an Selbständigen unter ihnen mit 13 Prozent mehr als doppelt so groß. Als selbständige Unternehmerinnen scheitern sie übrigens seltener als männliche Unternehmensgründer. Tiger Woman können also auch mit Geld umgehen. Für die meisten von ihnen ist es sogar eine Option, als Alleinverdiener eine Familie zu unterhalten, wenn ihr Partner sich um Kind(er) und Haushalt kümmert.

Für einen begrenzten Zeitraum würden Tiger-Woman damit das tradierte Rollenmodell quasi umkehren. Ihren tatsächlichen Zielen entspricht das allerdings nicht. Langfristig setzen sie sich für ein paritätisches Lebensmodell ein. Sie wissen aber, das funktioniert nur, wenn sich die ganze Gesellschaft hin zu einem gleichberechtigten Miteinander wandelt.

Tiger-Woman als Trendsetter

Kritiker könnten einwenden, bei den Tiger-Woman handele es sich um wenige Ausnahmen, die gesamtgesellschaftlich kaum ins Gewicht fallen. Doch das ist ein Irrtum. Unter den Frauen im Alter von 30 bis 45 Jahren gehörten zum Zeitpunkt der Studie 2013 bereits 13,7 Prozent zur Gruppe der Tiger-Woman. Das sind immerhin 1,2 Millionen Frauen in Deutschland.

In der Kunst tauchte die Tiger-Woman schon Jahrzehnte vorher als Filmheldin und in einem Song der britischen Rockband The Move auf. Damals ging es tatsächlich um einzelne Frauencharaktere, die sich von ihren Geschlechtsgenossinnen deutlich unterschieden. Heute ist die Gruppe der Tiger-Woman nicht mehr zu übersehen und wird zum Rollenvorbild für junge Mädchen und andere Frauen.

Das ist nicht nur für Trendforscher interessant. Denn ein Lebensstil beeinflusst immer auch die Konsumgewohnheiten derer, die ihn pflegen. Unternehmen, die in Zukunft erfolgreich sein wollen, sollten die Wünsche und Sehnsüchte ihrer potentiellen Kundinnen kennen und berücksichtigen.

Attraktive Kundinnen mit hohen Ansprüchen

Die Studie des Zukunftsinstitutes fand heraus, wie sich der Lebensstil der Tiger-Woman auf ihren Alltag und ihr Konsumverhalten auswirkt. Damit vervollständigt sich das Bild.

Tiger-Woman legen großen Wert auf ihr gepflegtes Aussehen und sind sportlicher als die meisten Frauen in ihrem Alter. Da sie sich bewusst ernähren, greifen sie öfter als andere Frauen ihrer Altersgruppe gezielt zu Natur- und Bioprodukten. Auch bei Produktgruppen wie Kleidung oder Kosmetik achten Tiger-Woman zuallererst auf Qualität. Für qualitativ hochwertige Produkte sind sie bereit, mehr Geld auszugeben. Jede Zweite von ihnen leistet sich gern mal ein teures Stück. Für viele Tiger-Woman ist Shopping eine Beschäf-tigung, mit der sie sich selbst ein wenig verwöhnen. Dabei greifen sie auch ohne Zögern spontan zu, wenn sie etwas finden, was ihnen zusagt. Ebenso gern ordern Tiger-Woman Produkte per Mausklick. Jede Fünfte von ihnen sagt von sich, sie kaufe häufig im Internet.

Unternehmen müssen umdenken

Das Beispiel der Tiger-Woman zeigt deutlich: Diese Gruppe ist für konservative Marketing-strategien nur bedingt empfänglich. Um bestimmte Käuferschichten auch in Zukunft zu erreichen, muss es Unternehmen gelingen, innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die mit dem Lebensstil und dem Konsumverhalten ihrer Zielgruppen perfekt korrespondieren.

Insofern ist es interessant, möglichst viel über die Lebensgewohnheiten einzelner Gesellschaftsgruppen zu erfahren. Doch das Sammeln von Daten allein reicht nicht aus. Wer sich auch künftig in immer komplexeren Märkten behaupten will, muss über den Tellerrand schauen.

Hat ein Unternehmen beispielsweise die Zielgruppe der Tiger-Woman im Visier, muss es ebenso kreativ sein wie diese Frauen selbst. Eine Kreativitätstechnik, die sich bereits vielfach bewährt hat, ist das von Dieter Eberle und Mathias Wollweber entwickelte strategische Querdenken.

Cross Business Marketing: eine erfolgversprechende Kreativitätstechnik

Die Inhaber der Agentur eberle & wollweber COMMUNICATIONS widmen sich seit fast 20 Jahren intensiv der Marktforschung. Fasziniert beobachten sie Lebensstile, Trends und andere Phänomene innerhalb der Gesellschaft, die das Marketing von Unternehmen tangieren. Basierend auf den dabei gewonnenen Erkenntnissen entwickelten die Marketiers eine exklusive Methode, die Unternehmen beim Erschließen neuer Märkte und neuer Zielgruppen wirksam unterstützen kann.

Ähnlich wie beim lateralen Denken ständig neue Blickwinkel eingenommen werden, beziehen Eberle und Wollweber bei der Ideenfindung mithilfe ihrer Methode des Out-of-the-box-thinking Lebensstile und Trends als sinnvolle Störfaktoren mit ein. Auf diese Weise gelangen sie zu originellen Lösungsansätzen.

Mit dem richtigen Marketing-Tool zur tragfähigen Strategie

Im Rahmen einer Ausbildung, einer Weiterbildung oder eines Seminars können Interessierte bei Cross-Business-Marketing erleben, wie es sich anfühlt, über den Tellerrand zu schauen, das von den Kommunikationsexperten empfohlene Marketing-Tool zu benutzen und währenddessen tragfähige Ideen für ein strategisches Marketing zu entwickeln.

Dabei gehen die Experten für Marktkommunikation schrittweise vor und bedienen sich der von ihnen entwickelten Methode. Im ersten Teilschritt, den sie als Part der Inspiration bezeichnen, werden Faktoren wie Produkt und Branche gezielt mit den „Störfaktoren“ Trend und Lebensstil verknüpft. Beim Querdenken über die Beziehungen zwischen all diesen Faktoren kristallisieren sich diverse kreative Ideen heraus.

Dieser Ideenpool wird in einem zweiten Schritt strategisch bewertet. Indem der Blick nun auf die Marke, die Zielgruppe und vorhandene Wettbewerber gerichtet wird, kann jede Idee systematisch dahingehend überprüft werden, ob sie tatsächlich marktfähig ist.
Diese ausgeklügelte Methodik lässt sich branchenunabhängig anwenden und verspricht Erfolg durch strategisches Querdenken.

XBM unterstützt Unternehmen auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft

Wer neugierig geworden ist und das Marketing-Tool aus dem Werkzeugkasten des Cross-Business-Marketing genauer kennenlernen möchte, kann im eigenen Unternehmen live erleben, wie anregend Querdenken ist und was für verblüffende Lösungsansätze dabei zutage gefördert werden.

Vom Impulsvortrag über Workshops bis hin zu einer fundierten Ausbildung bietet Cross-Business-Marketing Unternehmen ein breites Veranstaltungsspektrum. Ausführliche Informationen zu den Angeboten und zur Ausbildung sowie Termine für Seminare, Methodentrainings und Weiterbildung finden Sie unter cross-business-marketing.de.

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Trends & Lebensstile

Lesen Sie mehr über Lebensstile, die das Marketing in den nächsten Jahren prägen werden in unserem Mega-Artikel.
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