Forever Youngsters: Im Rentenalter locken noch einmal Neugier und Tatendrang

Gesellschaftsanalysen haben sie definiert – die „Forever Youngsters“. Sie zeigen uns, dass die Midlife-Crisis heutzutage nur noch ein leerer Begriff ist, von dem sich die jungen Alten nicht beeindrucken lassen. Es werden Grenzen ausgetestet und die Initiative ergriffen, lang gehegte Träume nun selbstbestimmter als je zuvor zu verwirklichen. Älterwerden ist keine Drohung mehr, sondern vielmehr eine Möglichkeit, die Lebenszeit noch effektiver und vor allem genussvoller zu gestalten. „In Würde altern“ hört man gerne von denen, die just mit den ersten grauen Haaren zu kämpfen haben und sich selbst beruhigen wollen. Seit George Clooney sind graue Haare längst ein Schönheitsideal und David Beckham macht Mut, dass man auch noch mit 40 als Unterwäschemodel engagiert wird. Mit dem Älterwerden kommt die Gelassenheit und das spiegelt sich in weit mehr Bereichen wider als nur in der persönlichen Zufriedenheit.

Stetige Entwicklungen und Anpassungen im Zuge des gesellschaftlichen Wandels hin zu mehr Möglichkeiten mit Hinblick auf die persönliche und berufliche Entfaltung sind unabdinglich für eine funktionierende Gesellschaft, aber keine neue Entdeckung. Mehr Diversität in allen Bereichen des Lebens wird gefordert und ist die logische Konsequenz ebendieser Umbrüche. Besonders interessant wird die wachsende Vielfalt in der Analyse der Interessensgruppen, die unsere Gesellschaft formen. Da sich jede Gruppe durch unterschiedliche Merkmale und Gewohnheiten auszeichnet, bieten die Analyseergebnisse eine Wissensgrundlage, die auch in der Wirtschaft von immenser Bedeutung ist. Sie lässt Rückschlüsse auf das Konsumverhalten zu, wodurch effizientere Verkaufsstrategien entwickelt und somit Marketingmaßnahmen aller Art passgenau auf die jeweiligen Zielgruppen abgestimmt werden können.

Die Abenteuerlust ist stärker denn je

Den meisten „ewigen“ Jungen mag man ihre Einstellung dem zuschreiben, dass sie in den 1960er Jahren jung waren und ihnen das Widerstreben der Norm und eine gewisse Rebellion gegenüber dem Herkömmlichen quasi in die Wiege gelegt wurden. Sicher ist jedoch, dass sie nichts mit den Charakteristiken und Gewohnheiten ihrer Altersgruppe noch vor wenigen Generationen gemein haben.

Vieles am Lebensstil der Junggebliebenen erinnert an eine Phase im Leben, in der man alles andere als risikoavers handelt – die Pubertät. Und diese Beschreibung trifft ebenso auf das Mindset der hier beschriebenen Lebensstilgruppe zu. Die 40- bis 60-jährigen, die diesen Lebensstil verfolgen, legen großen Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance. Sie verbringen ihre Freizeit mit Reisen und Sport, wobei eine hohe Lebensqualität und ein starkes Gesundheitsbewusstsein stets mit ihren Aktivitäten verbunden und ein wichtiger Bestandteil dieses Lifestyles ist. Ihren Arbeitsalltag gestalten sie frei: Studien zeigen, dass der Anteil an Selbständigen der Altersgruppe der 45- bis 64-jährigen im Jahr 2012 bei rund 44 % lag und damit den Anteil aller übrigen Altersgruppen zusammengenommen immer noch übersteigt. Dass sich dieser Trend zukünftig noch stärker abzeichnen wird, steht dabei außer Frage.

Mehr „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“ in der individuellen Ansprache der Forever Youngsters

Ihr selbstbestimmter Lebensstil schlägt sich dabei unter anderem auch stark auf verschiedene Bereiche der Wirtschaft – besonders auf den des Marketings – nieder. Denn diese speziellen Bedürfnisse brauchen eine individuelle Ansprache, um überhaupt von Unternehmen abgedeckt werden zu können. Für Unternehmen ist es enorm wichtig, die unterschiedlich charakterisierten Lebensstilgruppen, also die potenziellen Zielgruppen ihrer Produkte und Dienstleistungen als Maßstab aller Entwicklungen, Neuerungen und Anpassungen zu nehmen. Vor allem die Lebensstilgruppe der Forever Youngsters birgt ein hohes Kaufvolumen, wodurch spezielle Maßnahmen in Entwicklung und Vermarktung von Produkten zugeschnitten auf deren Bedürfnisse sowie Kaufverhalten in jegliche zukünftige Planungen mit einbezogen werden sollten.

Forever Youngsters stehen mit beiden Beinen im Berufsleben und sind äußerst einkommensstark. Ihre Ungebundenheit sowie ihr Wunsch nach einem hedonistischen und ungezwungenen Lebensstil lockt Unternehmen an. Und diese müssen auf die Wünsche reagieren. Doch genau das stellt viele Produktentwickler vor eine Herausforderung, da es Neuheiten Bedarf, um bereits bestehende Kunden zu halten und neue Kunden für ihre Produkte zu begeistern. „Out-of-the-box-thinking“ ist hier das Stichwort, das zu innovativen und zukunftsweisenden Ideen führen kann. Dabei muss man sich jedoch nicht auf die eigene Kreativität oder den erhofften Geistesblitz verlassen, denn Kreativität im Entwicklungsprozess ist mittels Methoden wie der des XBM – CROSS BUSINESS MARKETING generierbar. Etwaige Methoden sind Tools, die strategische Denkanstöße liefern und als Leitfäden zur Einschätzung von Trends und Lebensstilen funktionieren. Nur so kann erreicht werden, dass Unternehmen ihren Produkten und Dienstleistungen eine relevante USP, also eine unique selling proposition oder auch ein unverwechselbarer Nutzen oder eine Funktion zuschreiben können, die diese Produkte und Dienstleistungen bei der Positionierung auf dem Markt von der Konkurrenz abgrenzt und hervorhebt.

Ein weiteres Stichwort, das im Zusammenhang mit der Lebensstilgruppe der Forever Youngsters einen wichtigen Trend aufgreift, ist der „Identitätskonsum“. Das Konzept des Konsumierens als Zeichen der Zugehörigkeit zu einer Interessensgruppe oder ähnlichem ist unterbewusst schon seit langem in den Köpfen der Konsumenten und der Dienstleister verankert. Diesen Aspekt als konkreten Anhaltspunkt zur Klassifizierung von Konsumgruppen zu nutzen und so noch gezielter Informationen zum jeweiligen Konsumverhalten der einzelnen Gruppen zu sammeln und in Marketingmaßnahmen umzuwandeln, steht jedoch noch in den Startlöchern. Dabei legt kaum eine Lebensstilgruppe mehr Wert auf Individualität als die „alten“ Youngsters. Das Konzept des Identitätskonsums zeigt einmal mehr, dass Unternehmen in der Entwicklung von Produkten, Dienstleistungen und deren Vermarktungsstrategien alle Handlungen mit Blick auf den Konsumenten gestalten müssen. Die Entwicklung von Trends setzenden Innovationen ist also nur ein Seite der Medaille, wenn es um die Umsetzung von erfolgreichen Produkt- und Dienstleistungskonzepten geht. Sie können jedoch nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen, wenn die Kommunikation fehlschlägt. Diesen Zusammenhang dürfen Entwickler und Entscheider bei aller Kreativität und erfolgsverheißenden Ideen nicht außer Acht lassen.

Die XBM – CROSS BUSINESS MARKETING-Anleitung zur effizienten Ideenentwicklung

Die hier betrachtete Lebensstilgruppe der Forever Youngsters ist eine von vielen. Jede von ihnen gibt wichtige Aufschlüsse über unsere Gesellschaft und die unterschiedlichen Konsumverhalten. Wie bereits dargelegt, müssen die Entwicklungs-und Marketingressorts eines jeden Unternehmens auf die verschiedensten Wünsche und Erwartungen der Konsumenten in Form von individuellen Ansprachen reagieren. Der erste Schritt hin zu einem erfolgreichen Vermarktungskonzept liegt aber bereits in der Ideenfindung. In unseren Seminaren und Workshops zur XBM – CROSS BUSINESS MARKETING-Methode geben wir dahingehend Tipps und Strategietrainings zum geleiteten „out-of-the-box-thinking“. Ideen, die aus diesem Prozess heraus entstehen, basieren auf mehreren Parametern wie beispielsweise Trends, Lebensstilgruppen oder Branchen, wodurch eine gewisse Relevanz der Ideen im Hinblick auf zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen vorab gegeben ist. Wenn Sie mehr Informationen über aktuelle Marktentwicklungen und wichtige Trends erhalten wollen, melden Sie sich für unseren Newsletter Xpress an. Aktuelle News rund um anstehende Termine für Seminare sowie Informationen zu unserer Ausbildung finden Sie immer aktuell unter cross-business-marketing.de.

Trends & Lebensstile

Lesen Sie mehr über Lebensstile, die das Marketing in den nächsten Jahren prägen werden in unserem Mega-Artikel.
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